Neugestaltung der Schadowstraße

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Der Bau der Wehrhahn-Linie bietet der Stadt Düsseldorf die einmalige Chance das Herz der Stadt neu zu gestalten. Ein zentrales Anliegen der Stadtentwicklung ist es, den Autoverkehr unterirdisch in einen Tunnel zu legen, um neue Aufenthaltsräume zu schaffen, die das besondere Flair der pulsierenden Landeshauptstadt unterstreichen. Durch den Wegfall der oberirdischen Straßenbahn auf der Schadowstraße entstehen neue Gestaltungsmöglichkeiten. Die Schadowstraße, eine der meistfrequentierten Einkaufsstraßen Deutschlands, soll und muss nach Abschluss des U-Bahnbaus im Jahr 2016 wieder zu einer höchstwertigen Einkaufsstraße werden.

Der östliche Abschnitt der Schadowstrasse, ab Berliner Allee, soll nach Abschluss des U-Bahn-Baus und Rückbau der Straßenbahngleise neu gestaltet werden. Ziel ist es die Attraktivität der Einkaufsmeile und die Aufenthaltsqualität zu steigern und so an die städtebaulichen und stadtgestalterischen Maßnahmen des Kö-Bogen anzuknüpfen. Neben der Möglichkeit großzügige Wegebreiten für Fußgänger zu realisieren besteht die Option auch diesen Abschnitt der Einkaufsstraße als Fußgängerzone zu gestalten.

Auf Beschluss des Verkehrsausschuss und des Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung wird nach den Sommerferien eine breite Öffentlichkeitsarbeit mit Ausstellung, Internetauftritt, „Aktionstag“ mit Fachforen und öffentlicher Veranstaltung sowie Beteiligungsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger über Meinungskarten und E-Mails stattfinden. Hierbei sollen die verschiedenen Aspekte der möglichen Verkehrslösungen ergebnisoffen diskutiert werden, um eine anschließende politische Entscheidung vorzubereiten.

Die Händlerschaft (Standortgemeinschaft Cityring Schadowstraße) wünscht sich eine Fußgängerzone von der Berliner Allee unter Einbeziehung von „Am Wehrhahn“ bis zur Oststraße. Problematisch an einer solch großräumigen Fußgängerzone wäre der Wegfall des Durchgangsverkehrs auf der Jacobistraße und Tonhallenstraße – eine der wichtigen Verkehrsbeziehungen in Düsseldorf. Auch würden in diesem Bereich eine Vielzahl von Kurzzeitparkplätzen wegfallen, welche nicht unwesentlich zum Umsatz der Schadowstraße beitragen.

Realistischer erscheint daher eine Fußgängerzone von Berliner Allee bis Jacobi-/Tonhallenstraße, mit Sicherstellung der Erreichbarkeit der Parkhäuser und Anlieferungszonen. Das Teilstück „Am Wehrhahn“ bis zur Oststraße würde dann eine großzügige Wegebreite für Fußgänger erhalten. Denkbar wäre auf diesem Teilstück auch lediglich eine Einrichtungsfahrbahn einzurichten.

Egal für welche der zahlreichen Varianten sich die Politik am Ende entscheiden wird, fest steht: durch das größere Flächenpotenzial bieten sich viele Gestaltungsmöglichkeiten und die Integration von Aufenthaltsbereichen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität. Vorstellbar ist z.B. ein Zweirichtungsradweg, eine gastronomische Nutzung und eine großzügige Begrünung der Schadowstraße. Vor dem Karstadt-Gebäude ist eine breite Aufenthaltsfläche möglich.

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