Arbeitsbedingungen an der Volkshochschule verbessern

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Reden | 25/06/2015

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Sitzung des Rates der Landeshauptstadt Düsseldorf
Thema: Arbeitsbedingungen  an der Volkshochschule  verbessern

Ratsherr Rohloff (FDP): Herr   Oberbürgermeister, meine  Damen  und  Herren!  Ich  bin  dem  Kollegen Schreiber sehr dankbar, dass er aus der nichtöffentlichen Sitzung alles soweit berichtet hat, dass ich jetzt nicht über dieses Stöckchen springen muss.

(Heiterkeit  von  Ratsfrau  Dr.  Strack-Zimmermann [FDP])

Es ist in der Tat so: Dieser Antrag hat sich, glaube ich, mit der Kuratoriumssitzung erledigt. Wir arbeiten jetzt gemeinsam in der Volkshochschule an einem Konzept. Ich glaube, Herr Blanchard, Sie wissen es: Die Volkshochschule  wird  in Kürze eine neue Leitung bekommen. Ich halte es da auch für wichtig, wenn man die mit ins Boot holt und dann ein entsprechendes Konzept  ausarbeitet.  Von daher sollten Sie es sich noch einmal überlegen, den Antrag entsprechend zurückzuziehen. Wir müssen ihn sonst ablehnen.

Die Regelhonorare wurden in der Tat seit zehn Jahren nicht  erhöht.  Da  besteht  auch  durchaus aus meiner Sicht ein moderater Handlungsbedarf, jedoch fordern Sie da Stundenlöhne von 30 Euro. Wenn wir das jetzt aus  dem  Budget  der  VHS  finanzieren wollen, würde das eine enorme Erhöhung der Kursgebühren bedeuten. Bei über 100.000 Unterrichtsstunden, die jährlich erteilt werden, wäre das massiv. Ich glaube, das wollen wir alle nicht.

Die Quintessenz wäre, dass die Stadt zu den 6 Millionen Euro, die jährlich im Haushalt für die VHS stehen, diesen Ansatz erhöhen müsste. Dann würde der Antrag allerdings heute hier nicht hingehören, sondern in die Haushaltsberatungen, die wir machen. Von daher wäre er heute fehl am Platz.

Kollege  Schreiber  hat  zu  den  800  Festanstellungen schon  etwas  gesagt.  Es  funktioniert  natürlich  überhaupt nicht, allen Dozentinnen und Dozenten im städtischen Personaletat ein entsprechendes Angebot zu unterbreiten.  Ich  möchte  an  Ihr  Selbstverständnis appellieren,  was  die  Dozentinnen  und Dozenten angeht, denn ich habe auch mit einigen gesprochen. Sie werden es nicht glauben, Herr Blanchard, aber es gibt sehr  viele  in  der Volkshochschule, die sehr dankbar sind, das nebenberuflich freiberuflich zu ihren anderen Tätigkeiten tun zu können. Die wollen überhaupt keine Festanstellung der Stadt

(Ratsfrau  Dr.  Strack-Zimmermann [FDP]:  So  ist es!)

und sind sehr zufrieden mit diesem Konzept. Dort alle Dozentinnen und Dozenten zu städtischen Mitarbeitern zu  machen,  ist  in der überwiegenden Zahl nicht mal von denen selbst gewünscht. Von daher meine herzliche  Bitte:  Nehmen  Sie  den  Antrag  zurück.  Vielen Dank.

(Beifall von der FDP)

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